Das Crowdfunding Newsblog für den Musikliebhaber

.: taz berichtet über Julia Marcell und Sellaband

In Artist News, Medienspiegel on 5. Mai 2009 at 20:52

taz vom 03.05.2009

Bereits vorgestern hat die taz unter dem Titel “Kauf dir ne Band” über Julia Marcells Album Release am 12. Juni und über Sellaband berichtet. Die beiden kamen dabei sehr positiv weg. Insbesondere die Promo für Julias Album ist natürlich großartig. Die taz legt ihren Lesern aber auch Sellaband und das Konzept dahinter, das ja nicht so ganz neu ist (Stichwort Angelika Express Aktie), mit warmen Worten ans Herz.

Zu Wort kommt im Artikel auch Tim Renner (motor). Seine motor Tours betreiben ein Joint Venture mit der Booking Agentur Four Artists, bei der  Julia unter Vertrag ist. Leider steht für ihn fest, dass das breite Publikum wirklich gute Musik nicht erkennen kann und hält Musik Professionals auch weiter für dringend notwendig. Die im Crowdsourcing/Crowdfunding viel beschworene Intelligenz der Masse soll ausgerechnet im Musikbusiness nicht funktionieren? Natürlich wird es nicht ganz ohne Professionals in der Musikindustrie gehen, aber ich halte Tims Vergleich zwischen Popstars und Sellaband (oder ähnlichen Konzepten) für sehr absurd.

Ich denke bei Popstars geht es nicht darum, wirklich gute Musik von weniger guter (oder sogar miserabler) zu separieren. Da ist einfach der Aufbau einer Scheinwelt beabsichtigt. Und das Publikum wird sich wahrscheinlich auch in einer Altersgruppe von 10-16 Jahren bewegen.

Anders verhält es sich bei den Crowdfunding-Plattformen. Hier ist Geld mit im Spiel, der Fan muss investieren. Und ob er nun Egomane oder Fan-Kapitalist ist oder einfach nur die Musik mag. Es müssen genug Fans zusammenkommen, um z.B. die 50.000 $ bei Sellaband aufzubringen. Und diese Zielgruppe hat mit Sicherheit ein nachhaltigeres Interesse (und auch mehr Erfahrung mit Musik und dem was gute von schlechter unterscheidet) als die von Popstars oder DSDS begeisterten Massen. Insofern muss ich also Tim Renner widersprechen.

Recht hat er allerdings, wenn er sagt, dass nach wie vor die “Akteure innerhalb der Musikindustrie gefordert” sind. Nur die müssen auch den Mut beweisen, neue Bands zu fördern. Den haben sie anscheinend nicht, sonst wäre für Sellaband und Klons kein Raum in der Musikindustrie. Im Übrigen halte ich aber Tim Renner mit seinem motor Label für eine rühmliche Ausnahme im Musikbusiness. Das will ich hier ausdrückliche festgehalten haben.

www.juliamarcell.com

www.sellaband.com

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