Das Crowdfunding Newsblog für den Musikliebhaber

Mit ‘Crowdfunding’ verschlagwortete Einträge

.: „It Might Like You“ ab heute in den Plattenläden

In 50k music, Neue Scheiben on 12. Juni 2009 at 22:35

Foto Jacek Barcikowski

Foto: Jacek Barcikowski

Mit nicht unbedeutendem Mediensupport erscheint heute Julia Marcells Album in den Plattenläden des deutschsprachigen Raumes. In einigen Zeitungen und sogar im TV gab es Artikel und Meldungen zu Julia und SellaBand u.a. im letzten Kulturspiegel, im Tagesspiegel, im Umagazine und beim schweizer ProSieben. Auch bei mindestens einem Radiosender steht sie bereits auf der Playlist. Radio Fritz vom rbb hat „The Night of the Living Dead“ schon gespielt und ich glaube, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann andere Sender aufspringen und Julias Songs spielen.

All das ist Ergebnis ihrer bisher eingegangenen Partnerschaften mit Four Artists und erst letztens mit Rough Trade, die auch die Vermarktung des Albums in Deutschland übernommen haben. Auch der Gig im WDR Rockpalast hat sicher zu ihrem jetzigen Erfolg beigetragen. Mehr über Julia Marcell lest ihr im am Montag erscheinenden ersten (eigentlich ja zweiten) deutschsprachigen 50K MUSIC MAG – also bitte noch etwas Geduld und schaut am Montag auf www.50kmusic.de rein.

Übrigens, Julias Video zu „Night of the Living Dead“ läuft derzeit auf der Pole Position auf 50K MUSIC TV (www.50kmusic.de). Reinschauen und Julia in ihrem ersten Video erleben.

.: Und wieder einmal …

In Branchennews, Medienspiegel on 25. Mai 2009 at 22:27

napster

… nimmt uns ein Artikel in einer namhaften deutschen Zeitung jede Hoffnung, in Zukunft mit Musik Geld zu verdienen. Die Financial Times Deutschland titelt heute „Im Web siegt die Gratis-Musik“ und sieht Musiktauschbörsen wie Napster als Totengräber der Musikindustrie. Auch wenn Napster jetzt mit Abomodell Geld verdienen will, machen die Gratis-Musikseiten hier einen Strich durch die Rechnung. Ein griffiges Konzept, mit Musik im Internet Geld zu verdienen, hat bisher noch keiner gefunden.

Und es bestätigt sich für mich einmal mehr, dass ich nicht wegen des Geldverdienens bei Sellaband bin, sondern allein wegen der Musik und Community dort. Es fällt mir auch schwer, zu glauben, dass die Sellaband Artists den wirklich großen Durchbruch im Musikbusiness schaffen werden. Es wäre ein wirklich großes Glück, wenn ein einflussreicher Musikmanager einem Artist zum für den großen Erfolg notwendigen Medieninteresse verhelfen würde – vor allem Radio- und TV-Play. Denn ohne die Musik massenwirksam zu vermarkten, wird der Erfolg ausbleiben. Und diese Massenvermarktung sehe ich bei den Sellaband-Artists derzeit noch nicht.

So bleibt uns derzeit lediglich der interne Sellaband-Markt, um die Musik zu vermarkten. Und hier wird es notwendig sein, diesen „internen“ Markt zu nutzen. Das Besondere bei Sellaband, nämlich an der Gestaltung der Revolution in der Musikindustrie teilzunehmen, muss stärker herausgestellt werden.

.: 1.000 Tage Sellaband – das 1.000 Parts Race

In Artist News, Sellaband News on 12. Mai 2009 at 22:53

1000 Parts RaceDer 11. Mai 2009 markiert einen Höhepunkt in der Geschichte von Sellaband – das Crowdfunding-Portal wurde gestern 1.000 Tage alt. Und Sellaband und die Community haben es richtig krachen lassen.

Zunächst war da die Ankündigung des 1.000 Parts Race: Derjenige Artist, der in den nächsten 1.000 Stunden (= ca. 41 Tage) die meisten Parts von seinen Fans einsammelt, wird 500 Parts von Sellaband gesponsert bekommen. Für den zweiten Platz gibt es immerhin noch 350 Parts, für den Dritten bleiben immerhin noch 150. Kurz nach Veröffentlichung der Nachricht begannen bereits die ersten Artists ihre Fans zu aktivieren. Ja, die Preise sind wirklich nicht zu verachten. Den aktuellen Chart zum 1.000 Parts Race gibt es hier.

Radius - JohanDie zweite gute Nachricht des gestrigen Tages war, dass Radius als 31. Sellaband-Artist die 50k erreicht haben. Nachdem am Sonntag Studio Spitsbergen, ein holländisches Aufnahmestudio, 1.500 Parts investiert hat, war der Countdown Richtung 50k eröffnet. Ein Schelm, wer hier allein gesunden Geschäftssinn vermutet. Auf jeden Fall war es eine äußerst notwendige Initialzündung bei Sellaband. Die Investitionsbereitschaft der Community war in den letzten Wochen, sicher auch aufgrund der Finanzkrise, etwas erlahmt. Jetzt scheinen die Believer aber wieder neuen Mut gefasst zu haben. Die Stimmung der Community hat sich sichtlich aufgehellt.

.: taz berichtet über Julia Marcell und Sellaband

In Artist News, Medienspiegel on 5. Mai 2009 at 20:52

taz vom 03.05.2009

Bereits vorgestern hat die taz unter dem Titel „Kauf dir ne Band“ über Julia Marcells Album Release am 12. Juni und über Sellaband berichtet. Die beiden kamen dabei sehr positiv weg. Insbesondere die Promo für Julias Album ist natürlich großartig. Die taz legt ihren Lesern aber auch Sellaband und das Konzept dahinter, das ja nicht so ganz neu ist (Stichwort Angelika Express Aktie), mit warmen Worten ans Herz.

Zu Wort kommt im Artikel auch Tim Renner (motor). Seine motor Tours betreiben ein Joint Venture mit der Booking Agentur Four Artists, bei der  Julia unter Vertrag ist. Leider steht für ihn fest, dass das breite Publikum wirklich gute Musik nicht erkennen kann und hält Musik Professionals auch weiter für dringend notwendig. Die im Crowdsourcing/Crowdfunding viel beschworene Intelligenz der Masse soll ausgerechnet im Musikbusiness nicht funktionieren? Natürlich wird es nicht ganz ohne Professionals in der Musikindustrie gehen, aber ich halte Tims Vergleich zwischen Popstars und Sellaband (oder ähnlichen Konzepten) für sehr absurd.

Ich denke bei Popstars geht es nicht darum, wirklich gute Musik von weniger guter (oder sogar miserabler) zu separieren. Da ist einfach der Aufbau einer Scheinwelt beabsichtigt. Und das Publikum wird sich wahrscheinlich auch in einer Altersgruppe von 10-16 Jahren bewegen. Read the rest of this entry »

.: Mobile Web Watch 2008: In drei Jahren ist das Mobile Internet ein Massenmarkt

In Branchennews, Crowdfunding on 5. März 2009 at 23:14

Mit der Einführung des iPhone scheint der Weg ins mobile Internet geebnet. So sieht es zumindest der Mobile Web Watch 2008 von Accenture. Ein neuer Markt wird entstehen, der Unternehmen neue Geschäftsmodelle bringt, ist Accenture überzeugt.

Die Untersuchung hat ergeben, dass bereits 62 % der Mobilfunk-Nutzer internetfähige Handys besitzen, das sind 26 Mio. Jedoch nur 13 % (3 Mio.) nutzen das Handy auch für den Gang ins Internet. Dabei ist der Anteil der 20- bis 40-jährigen überdurchschnittlich hoch. Bei der Nutzung von Unterhaltungs-, Web 2.0-Angeboten, Online-Communities und Social Network-Plattformen haben allerdings die Jugendlichen (14- bis 19-jährige) die Nase vorn. Auch Audio- und Video-Downloads liegen bei dieser Altersgruppe im Trend.

Hemmschwellen für die Nutzung des Mobilen Internets sind vor allem die niedrigen Bandbreiten, das Fehlen innovativer Geräte und Services. Den Nutzern fehlt noch das besondere Erlebnis beim mobilen Surfen. Aber Rettung ist in Sicht, so Accenture: die Neigung und Motivation mobil zu surfen, ist bei iPhone Nutzern überdurchschnittlich ausgeprägt.

Social Media- und Unterhaltungs-Dienste werden vorrangig die jugendliche Zielgruppe ansprechen. Insgesamt wird das Mobile Internet in drei Jahren weltweit als Massenmarkt zu sehen sein. In Deutschland rechnet Accenture in fünf Jahren mit einem „signifikanten“ Kundenanteil. Der Schluss, den die Berater ziehen, ist eindeutig: Unternehmen, die auf Mobiles Web setzen, liegen richtig, müssen aber in puncto Nutzer-Erlebnis und Mehrwert für den Kunden noch ordentlich zulegen. Read the rest of this entry »

.: Slicethepie und bebo wollen zusammen den Musikmarkt demokratisieren

In Branchennews on 3. März 2009 at 20:45

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In ihren gestrigen Pressemitteilungen geben Slicethepie und bebo offiziell ihre neue Partnerschaft bekannt. Die Crowdfunding-Plattform Slicethepie erschließt sich damit die gesamte Community von bebo. Die bebo-Mitglieder können ab März 2009 direkt in Musiker investieren, da der Service in bebo eingebaut werden soll.

David Courtier-Dutton, der Slicethepie-CEO, sagte zu der Verbindung von Crowdfunding und Social Network: „Diese einzigartige Partnerschaft kombiniert die Leidenschaft und Stärke von bebos gewaltiger Fan- und Musikercommunity mit Slicethepies erprobter Auswahl- und Finanzierungsplattform, um Musiker schneller und fairer zu entdecken als dies je möglich war. Die Kombination von Slicethepies erprobten Finanzierungsmodell mit bebos engagierter Community von Musikliebhabern gibt allen unentdeckten Musikern einen entwicklungsfähigen Karriereweg mit beispielloser Promotion- und Darstellungsmöglichkeit auf einer der mächtigsten Social Network Platformen der Welt vor.“

Zu dieser Partnerschaft kann man Slicethepie nur beglückwünschen. Hier wurde das drängende Problem, das im Übrigen auch Sellaband bewegt, der fehlenden Investoren und der noch nicht erreichten kritischen Masse durch die Hereinnahme eines Partners auf elegante und effektive Weise gelöst. Read the rest of this entry »

.: Angelika Express wären beinahe bei Sellaband gelandet

In Artist News, Sellaband News on 19. Februar 2009 at 23:30

Es wurde ja schon viel geschrieben über die Angelika-Aktie, mit der die deutsche Band Angelika Express ihr Album „Goldener Trash“ finanzierte. Die Band hatte Anteilsscheine zu je 50 € herausgegeben, um die Produktion des Albums zu realisieren. Schon kurz nach Auflegung war die Aktie überzeichnet. Am Ende musste das Los entscheiden, wer bei Angelika Express zum Zuge kommt. So ist die Geschichte in der Märkischen Allgemeinen zu lesen. Die Fans, die sich beteiligt haben, bekommen eine CD und werden mit 80% an den Einnahmen beteiligt. Das kommt uns doch alles sehr bekannt vor, oder?

Neu war mir allerdings, dass Angelika Express fast bei Sellaband gelandet wären. Aber sie sahen hier ihre künstlerische Unabhängigkeit nicht gewährleistet. Nun haben Angelika Express es wahrscheinlich auch nicht nötig, irgendwelche Crowdfunding-Plattformen für die Finanzierung ihrer Alben zu nutzen. Sie sind bereits bekannt genug, um selbst genug Fans für diesen Zweck zu werben.

Das heißt aber auch in der Konsequenz: Wenn viele der Believer bei Sellaband auf einen etablierten Künstler warten, durch den Sellaband dann richtig bekannt wird, ist damit wohl eher weniger zu rechnen. Die Etablierten haben es nicht notwendig, eine solche Plattform zu nutzen. Sie haben meist schon einen genügend großen Fanblock, der für die Finanzierung eines Albums bereitwillig Geld investiert. Das heißt aber für uns bei Sellaband, dass wir einen Artist brauchen, der ein richtiger Chartbreaker wird und einen absoluten Hit landet. Nur damit lässt sich nach meiner Meinung auch Sellaband selbst tatsächlich richtig promoten. Read the rest of this entry »

.: We Are the Music Revolution – Sind wir das wirklich?

In Crowdfunding, sellaband on 9. Februar 2009 at 18:29

Crowdfunding

Vor einiger Zeit warb Sellaband noch mit dem Slogan „We are the Music Revolution“. Das stimmt zumindest insoweit als die Finanzierung der Sellaband-Alben durch die Fans erfolgt, was wiederum aber nicht wirklich revolutionär ist. Als revolutionär könnte sich aber Sellaband, und das hat es Slicethepie und ForMyBand zum Beispiel voraus, in der Art und Weise herausstellen, wie Künstler und Fans miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

In meiner einwöchigen Auszeit sind mir da so einige Gedanken durch den Kopf gegangen, wie die Musikindustrie heute läuft und wie man sie tatsächlich verändern könnte (obwohl ich nicht ernsthaft glaube, dass meine Gedanken irgendjemanden in der Musikindustrie interessieren).

Unter den sogenannten Top-Künstlern gibt es, glaube ich, zwei Kategorien: die Etablierten, die ohne große Mühe ihre Songs in die Hitparaden bringen, millionenschwere Plattenverträge bei den großen Labels haben und in allen möglichen Medien gespielt werden.  Die zweite Gruppe sind die von Shows wie DSDS oder anderen gepushten One-Hit-Wonder, die mit riesigem medialen Aufwand promoted und in die Charts gedrückt werden. Zu den beiden Kategorien gehören unsere Sellaband-Künstler leider nicht und werden wohl auch nur ganz schwer den Zugang zu den Großen im Medienbereich finden. Das heißt, große Radiosender oder Musik-TV wird wohl eher nicht der Weg sein.

Eine Möglichkeit des Einstiegs in die Medien wäre sicherlich, bei solchen Radiosendern wie Motor FM (Deutschland) oder FM4 (Österreich) gespielt zu werden. Aber auch da läuft schon jede Menge gute Musik. Auch hier wird es schwer, reinzukommen und auf Read the rest of this entry »

.: heise online: „Web 2.0 statt Plattenvertrag“

In Branchennews on 21. Januar 2009 at 19:31

Web 2.0 statt Plattenvertrag

heise online berichtet gestern ebenfalls – siehe meinen Post zum Gespräch zwischen Ted Cohen und David Eun über die Zukunft der Musikindustrie – über die Musikmesse MIDEM in Cannes und wie die Zukunft des Musikbusiness aussehen könnte. Eindeutig scheint auf der Messe der Trend klar erkannt worden zu sein, dass die großen Plattenlabels nicht mehr das Non-Plus-Ultra für Musiker sind. Immer mehr setzen sich alternative Finanzierungsformen für die Produktion von Alben durch. heise online nennt als Beispiele Sellaband und Slicethepie, die beide die fanfinanzierte Produktion von Alben möglich machen.

Weiterhin wird aber auch deutlich, dass die Idee des Crowdfunding nicht besonders neu ist. Marillion zum Beispiel haben schon 1993 eine US-Tour von Fans finanzieren lassen, so heise online. Auch die Einstürzenden Neubauten haben ihre Fans schon an einer Albumproduktion teilhaben lassen, auch finanziell.

Natürlich ist Read the rest of this entry »

.: Album produziert – was dann?

In Crowdfunding, sellaband on 13. Januar 2009 at 19:06

Ganze 15 Artists haben bei Sellaband bereits ein Album produziert. Für die Artists beginnt die wirklich schwere Arbeit aber jetzt da, wo das Geschäftskonzept von Sellaband aufhört. Denn Sellaband ist nur zuständig für die Produktion des Albums, einschließlich des Geldeinsammelns. Bisher zumindest, denn in diesem Jahr gibt es Arenafest – Live-Auftritte in großen Stadien der USA für ausgewählte Artists. Ich habe bereits darüber berichtet, dass wir hier in Deutschland dabei nur Zaungäste sein werden.

Das Ganze deckt aber auch die grundsätzlichen Probleme auf, die die Musikindustrie im Moment hat: die Plattenverkäufe sinken, nur im digitalen Markt gibt es Steigerungen, die aber wiederum die Verluste bei den Tonträgern nicht kompensieren können. Das Geld wird inzwischen woanders verdient: mit Live-Events, Merchandising, Klingeltönen. Das heißt auch für Sellaband, raus aus der reinen Produktion von Alben und rein in das Geschäft mit dem (auch für die Believer) Geld zu verdienen ist. Mit Arenafest ist da sicher ein Anfang gemacht und es werden hoffentlich weitere Aktivitäten in dieser Richtung folgen. Read the rest of this entry »

.: Crowdfunding – ein sicheres Geschäft?

In Crowdfunding on 10. Januar 2009 at 21:26

crowdsource0109_2Crowdfunding (CF) – der Begriff ist nicht ganz neu, aber wenigstens so wenig geläufig, dass man ihn bei Wikipedia zum Beispiel nicht findet. Bei Crowdfunding, das vom Crowdsourcing inspiriert ist, tun sich viele Leute in einem Netzwerk oder einer Community zusammen, um mit meist kleinen Geldbeträgen große Projekte zu finanzieren. Das geht von Filmen, Hotels, Brauereien bis zu Musikproduktionen. Die Konzepte schießen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden und keine Idee scheint verrückt genug.

Dabei ist das Konzept alles andere als neu. Betrachtet man die gute alte Aktiengesellschaft. Auch dort haben sich, zumindest wenn ein großer Teil der Aktien in Streubesitz ist, viele Aktionäre in einem (wirtschaftlichen) Netzwerk zusammengeschlossen, um ihr Geld in eine Idee zu investieren. Auch die klassische Genossenschaft, „erfunden“ vor fast 200 Jahren von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch, ist eigentlich nichts anderes als Crowdfunding. Auch beim Crowdsourcing finden sich frühe Parallelen in der Geschichte. Read the rest of this entry »