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.: MIDEM 2009: David Eun spricht über die Musikindustrie

In Branchennews on 19. Januar 2009 at 19:42

Midem LogoIn diesen Tagen trifft sich die Musikbranche auf der Musikmesse MIDEM in Cannes. In den vergangenen beiden Tagen waren auf der MidemNet einige Experten zusammengekommen, um über die Zukunft der Musik im digitalen Zeitalter zu diskutieren. Unter Leitung von Ted Cohen (TAG Strategic) gaben u.a. Ralph Simon vom Mobile Entertainment Forum, Chris Anderson (Wired Magazine), Sam Duann (Rock Music Group), Harvey Goldsmith CBE (Artiste Management Productions) und Terry McBride (Nettwerk Music Group) ihr Wissen und ihre Erfahrungen ans Publikum weiter.

David Eun (

Ted Cohen kam auf dieser Veranstaltung auch mit David Eun (Foto), Vice President Content Partnerships bei Google Inc., ins Gespräch. Das vollständige Gespräch ist bei Music Ally nachzulesen.

David Eun betont in dieser Diskussion, dass die Musikindustrie mehr Innovation zulassen muss und sie unterstützen muss. Es ist notwendig, zu experimentieren, um neue Lösungen in der Branche zu suchen und zu finden.

Auf die Frage aus dem Publikum, was er tun würde, wenn er in einem Club einen Musiker entdeckte und etwas Geld übrig hätte, antwortet Eun, dass alles mit dem Musiker beginnt und dem, was er zu leisten im Stande ist. Er ist nicht der Meinung, dass die Labels tot sind. Vielmehr gibt es ein riesiges Potenzial an Mehrwerten, die die Labels ausschöpfen können, wenn sie alle Plattformen und Technologien für Werbung und Promotion nutzen. Natürlich ist für Eun YouTube einer der Kanäle, aber nicht der einzige. Und er spricht über die Fans, die in solchen neuen Modellen geführt werden sollten, ohne ihnen in die Quere zu kommen. Am Ende würde er aber mit den unterschiedlichsten digitalen Vertriebsmodellen experimentieren.

Eine andere Frage an Eun bezog sich auf die Überlebensfähigkeit der physischen Produkte der Musikindustrie – allen voran die CD – und das digitale Modell mit den größten Möglichkeiten. Euns Antwort ist unmissverständlich: „Im Augenblick ist der Verkauf von CDs die Haupteinnahme, das Kerngeschäft. Es wäre naiv, zu sagen, steigt aus dem CD-Geschäft aus.“ Aber er räumt ein, dass er sich ein Modell vorstellen kann, in dem der Kunde zusätzlich zum Kauf der CD Rechte an der Musik erwirbt, um sie zum Beispiel auf verschiedenen Geräten abzuspielen.

Wenn man die wichtigsten Aussagen des Gespräches verdaut hat und die ganze Sache nüchtern betrachtet, liegen Sellaband und Wettbewerber genau richtig mit ihren Geschäftsmodellen. Sie stellen das Musikbusiness in Frage, um zusammen mit den Fans zu experimentieren und neue Wege zu gehen. Und sie definieren das Verhältnis zwischen Fan und Musiker vollkommen neu – wie man sieht.

  1. […] online berichtet gestern ebenfalls – siehe meinen Post zum Gespräch zwischen Ted Cohen und David Eun über die Zukunft der Musikindustrie – über die Musikmesse MIDEM in Cannes und wie die Zukunft des Musikbusiness aussehen könnte. […]

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