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.: We Are the Music Revolution – Sind wir das wirklich?

In Crowdfunding, sellaband on 9. Februar 2009 at 18:29

Crowdfunding

Vor einiger Zeit warb Sellaband noch mit dem Slogan „We are the Music Revolution“. Das stimmt zumindest insoweit als die Finanzierung der Sellaband-Alben durch die Fans erfolgt, was wiederum aber nicht wirklich revolutionär ist. Als revolutionär könnte sich aber Sellaband, und das hat es Slicethepie und ForMyBand zum Beispiel voraus, in der Art und Weise herausstellen, wie Künstler und Fans miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

In meiner einwöchigen Auszeit sind mir da so einige Gedanken durch den Kopf gegangen, wie die Musikindustrie heute läuft und wie man sie tatsächlich verändern könnte (obwohl ich nicht ernsthaft glaube, dass meine Gedanken irgendjemanden in der Musikindustrie interessieren).

Unter den sogenannten Top-Künstlern gibt es, glaube ich, zwei Kategorien: die Etablierten, die ohne große Mühe ihre Songs in die Hitparaden bringen, millionenschwere Plattenverträge bei den großen Labels haben und in allen möglichen Medien gespielt werden.  Die zweite Gruppe sind die von Shows wie DSDS oder anderen gepushten One-Hit-Wonder, die mit riesigem medialen Aufwand promoted und in die Charts gedrückt werden. Zu den beiden Kategorien gehören unsere Sellaband-Künstler leider nicht und werden wohl auch nur ganz schwer den Zugang zu den Großen im Medienbereich finden. Das heißt, große Radiosender oder Musik-TV wird wohl eher nicht der Weg sein.

Eine Möglichkeit des Einstiegs in die Medien wäre sicherlich, bei solchen Radiosendern wie Motor FM (Deutschland) oder FM4 (Österreich) gespielt zu werden. Aber auch da läuft schon jede Menge gute Musik. Auch hier wird es schwer, reinzukommen und auf die Playlists gesetzt zu werden. Auf der anderen Seite aber ist es fast unmöglich, sich aus der Masse bei YouTube oder MySpace herauszuheben.

Es wird also nicht einfach sein, die Sellaband-Künstler und deren Musik zu promoten, zu vermarkten und an den Mann/die Frau zu bringen. Ich denke aber, Musikblogs sind eine gute Möglichkeit, um Künstler ins Gespräch zu bringen und entsprechende positive  Kritiken zu bekommen. Andere brauchbare technische Tools zur Promotion sehe ich leider im Moment nicht.

Ziel muss es aber letzten Endes sein, nicht nur die Finanzierung der Alben der Masse zu überlassen sondern auch die Promotion und den Vertrieb. Das wäre eine wirkliche Revolution und ein wahre Herausforderung für den Künstler und seine Fans. Hier sind gute Ansätze bei Sellaband zu erkennen. Besonders die intensive Kommunikationzwischen Künstlern und Fans dort wird mit Sicherheit einen Fortschritt beim Finden von Lösungen für die Musikindustrie der Zukunft bringen.

Zugegeben, der Vertrieb eines Albums durch die Masse (Crowd-Distributing? oder Crowd-Selling?) ist nur schwer zu kontrollieren, insbesondere im Hinblick auf die Urheberrechte. Aber hier müssen auch die, die eine Music Revolution wollen, neue Denkmuster entwickeln. Und vielleicht, nein ganz sicher, gibt es technische Möglichkeiten, Crowd-Distributing tatsächlich so umzusetzen, dass keiner Nachteile befürchten muss.

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