Das Crowdfunding Newsblog für den Musikliebhaber

Archive for the ‘Crowdfunding’ Category

.: Mobile Web Watch 2008: In drei Jahren ist das Mobile Internet ein Massenmarkt

In Branchennews, Crowdfunding on 5. März 2009 at 23:14

Mit der Einführung des iPhone scheint der Weg ins mobile Internet geebnet. So sieht es zumindest der Mobile Web Watch 2008 von Accenture. Ein neuer Markt wird entstehen, der Unternehmen neue Geschäftsmodelle bringt, ist Accenture überzeugt.

Die Untersuchung hat ergeben, dass bereits 62 % der Mobilfunk-Nutzer internetfähige Handys besitzen, das sind 26 Mio. Jedoch nur 13 % (3 Mio.) nutzen das Handy auch für den Gang ins Internet. Dabei ist der Anteil der 20- bis 40-jährigen überdurchschnittlich hoch. Bei der Nutzung von Unterhaltungs-, Web 2.0-Angeboten, Online-Communities und Social Network-Plattformen haben allerdings die Jugendlichen (14- bis 19-jährige) die Nase vorn. Auch Audio- und Video-Downloads liegen bei dieser Altersgruppe im Trend.

Hemmschwellen für die Nutzung des Mobilen Internets sind vor allem die niedrigen Bandbreiten, das Fehlen innovativer Geräte und Services. Den Nutzern fehlt noch das besondere Erlebnis beim mobilen Surfen. Aber Rettung ist in Sicht, so Accenture: die Neigung und Motivation mobil zu surfen, ist bei iPhone Nutzern überdurchschnittlich ausgeprägt.

Social Media- und Unterhaltungs-Dienste werden vorrangig die jugendliche Zielgruppe ansprechen. Insgesamt wird das Mobile Internet in drei Jahren weltweit als Massenmarkt zu sehen sein. In Deutschland rechnet Accenture in fünf Jahren mit einem „signifikanten“ Kundenanteil. Der Schluss, den die Berater ziehen, ist eindeutig: Unternehmen, die auf Mobiles Web setzen, liegen richtig, müssen aber in puncto Nutzer-Erlebnis und Mehrwert für den Kunden noch ordentlich zulegen. Den Rest des Beitrags lesen »

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.: We Are the Music Revolution – Sind wir das wirklich?

In Crowdfunding, sellaband on 9. Februar 2009 at 18:29

Crowdfunding

Vor einiger Zeit warb Sellaband noch mit dem Slogan „We are the Music Revolution“. Das stimmt zumindest insoweit als die Finanzierung der Sellaband-Alben durch die Fans erfolgt, was wiederum aber nicht wirklich revolutionär ist. Als revolutionär könnte sich aber Sellaband, und das hat es Slicethepie und ForMyBand zum Beispiel voraus, in der Art und Weise herausstellen, wie Künstler und Fans miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

In meiner einwöchigen Auszeit sind mir da so einige Gedanken durch den Kopf gegangen, wie die Musikindustrie heute läuft und wie man sie tatsächlich verändern könnte (obwohl ich nicht ernsthaft glaube, dass meine Gedanken irgendjemanden in der Musikindustrie interessieren).

Unter den sogenannten Top-Künstlern gibt es, glaube ich, zwei Kategorien: die Etablierten, die ohne große Mühe ihre Songs in die Hitparaden bringen, millionenschwere Plattenverträge bei den großen Labels haben und in allen möglichen Medien gespielt werden.  Die zweite Gruppe sind die von Shows wie DSDS oder anderen gepushten One-Hit-Wonder, die mit riesigem medialen Aufwand promoted und in die Charts gedrückt werden. Zu den beiden Kategorien gehören unsere Sellaband-Künstler leider nicht und werden wohl auch nur ganz schwer den Zugang zu den Großen im Medienbereich finden. Das heißt, große Radiosender oder Musik-TV wird wohl eher nicht der Weg sein.

Eine Möglichkeit des Einstiegs in die Medien wäre sicherlich, bei solchen Radiosendern wie Motor FM (Deutschland) oder FM4 (Österreich) gespielt zu werden. Aber auch da läuft schon jede Menge gute Musik. Auch hier wird es schwer, reinzukommen und auf Den Rest des Beitrags lesen »

.: Die Limited Edition – der Stolz eines jeden Believers

In Crowdfunding, sellaband on 17. Januar 2009 at 22:50

Bis zum 30.11.2008 (vor Beginn der Neuen Ära bei Sellaband – mein Bericht) gab es bei Sellaband pro investierten Part eine Limited Edition CD des jeweiligen Albums, das hieß 5.000 investierte Parts = 5.000 Limited Editions. Jeder, der mehr als einen Part erworben hatte, konnte die Zahl der Limited Editions bestimmen, die er nach Hause gesendet bekam. Der Rest wurde dann in den verschiedensten Shops – Sellaband-Shop oder über Amazon – verkauft. Diese Methode war in der Sellaband-Community nicht immer ganz unumstritten. Es hatte sich aber jeder damit arrangiert. So war es einerseits eine gute Möglichkeit für Artists, z.B. auf Konzerten oder anderweitig diese Limited Editions zu verkaufen. Andererseits konnte man als Believer auch eine Zahl Limited Editions verschenken oder auf eigen Faust in bare Münze verwandeln.

Die Herren aus Österreich haben bisher die mesiten Limited Editions verkauft

ConFused 5: Die Herren aus Österreich haben bisher die meisten Limited Editions verkauft

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.: Album produziert – was dann?

In Crowdfunding, sellaband on 13. Januar 2009 at 19:06

Ganze 15 Artists haben bei Sellaband bereits ein Album produziert. Für die Artists beginnt die wirklich schwere Arbeit aber jetzt da, wo das Geschäftskonzept von Sellaband aufhört. Denn Sellaband ist nur zuständig für die Produktion des Albums, einschließlich des Geldeinsammelns. Bisher zumindest, denn in diesem Jahr gibt es Arenafest – Live-Auftritte in großen Stadien der USA für ausgewählte Artists. Ich habe bereits darüber berichtet, dass wir hier in Deutschland dabei nur Zaungäste sein werden.

Das Ganze deckt aber auch die grundsätzlichen Probleme auf, die die Musikindustrie im Moment hat: die Plattenverkäufe sinken, nur im digitalen Markt gibt es Steigerungen, die aber wiederum die Verluste bei den Tonträgern nicht kompensieren können. Das Geld wird inzwischen woanders verdient: mit Live-Events, Merchandising, Klingeltönen. Das heißt auch für Sellaband, raus aus der reinen Produktion von Alben und rein in das Geschäft mit dem (auch für die Believer) Geld zu verdienen ist. Mit Arenafest ist da sicher ein Anfang gemacht und es werden hoffentlich weitere Aktivitäten in dieser Richtung folgen. Den Rest des Beitrags lesen »

.: Crowdfunding – ein sicheres Geschäft?

In Crowdfunding on 10. Januar 2009 at 21:26

crowdsource0109_2Crowdfunding (CF) – der Begriff ist nicht ganz neu, aber wenigstens so wenig geläufig, dass man ihn bei Wikipedia zum Beispiel nicht findet. Bei Crowdfunding, das vom Crowdsourcing inspiriert ist, tun sich viele Leute in einem Netzwerk oder einer Community zusammen, um mit meist kleinen Geldbeträgen große Projekte zu finanzieren. Das geht von Filmen, Hotels, Brauereien bis zu Musikproduktionen. Die Konzepte schießen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden und keine Idee scheint verrückt genug.

Dabei ist das Konzept alles andere als neu. Betrachtet man die gute alte Aktiengesellschaft. Auch dort haben sich, zumindest wenn ein großer Teil der Aktien in Streubesitz ist, viele Aktionäre in einem (wirtschaftlichen) Netzwerk zusammengeschlossen, um ihr Geld in eine Idee zu investieren. Auch die klassische Genossenschaft, „erfunden“ vor fast 200 Jahren von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch, ist eigentlich nichts anderes als Crowdfunding. Auch beim Crowdsourcing finden sich frühe Parallelen in der Geschichte. Den Rest des Beitrags lesen »